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Sonntag, 12. Oktober 2014

Handeln mit Mandeln

Sieht schon geil aus.
Kinders, hier is was los gewesen! Also, hier jetzt natürlich nicht, hier war tote Hose, aber bei mir, privat, da war einiges los. Hatte auch viel mit Backen zu tun, aber generell: Es fand sich keine Zeit, zum Bloggen und Rezepte teilen. Es ist dann doch anstrengender als man glaubt, neben einem Vollzeitjob und einem sozialen Leben Zeit für solche Geschichten zu finden. Das Gute immerhin: Es hat sich so viel angestaut, dass ich hier jetzt wieder für ordentlich Action sorgen kann. Zumindest die nächsten Wochen.
Den Auftakt macht ein glutenfreies Rezept.

Glutenfreier Mandelkuchen

Zutaten:
  • 100 g weiße Kuvertüre (glutenfrei)
  • 200 g Butter
  • 175 g Zucker
  • 3 Eier
  • 150 ml Milch
  • 20 ml Amaretto
  • 100 g geriebene Mandeln (ohne Schale)
  • 120 g Speisestärke
  • 100 g Glutenfreies Mehl (Mix C von Schär)
  • 1 1/2 Instant Cappuccino-Pulver ohne Zucker
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 100 g glutenfreie Schokolade (z. B. Aldis Moser Roth)
  • 1 EL Sonnenblumenöl
Schmeckt auch geil.
Legt eine Kastenform mit Backpapier aus oder fettet sie alternativ sehr gut ein. In einem Wasserbad die Kuvertüre auf niedriger Temperatur schmelzen. In einer Schüssel Butter, Zucker und Eier gut mit einander verrühren. Milch und Amaretto dazu geben. Mandeln und Speisestärke einrühren. Mehl, Cappuccino-Pulver und Backpulver ebenfalls gut einrühren. Zum Schluss die weiße Kuvertüre dazu geben, verrühren und den Teig in die Form gießen.
Bei 175° (Ober/Unterhitze) bzw. 150° (Umluft) ca. 45 Minuten backen.

Schokolade mit dem Öl ebenfalls in einem Wasserbad schmelzen. Wenn der Kuchen leicht abgekühlt ist, mit dieser Glasur überziehen und fest werden lassen.
Ergebnis: Ein ziemlich geiler, marzipanmäßiger Genuss!

Samstag, 31. Mai 2014

Five a Day

Enthält eine Handvoll Spinat.
Regelmäßig Obst und Gemüse essen ist sehr wichtig und gesund. Regelmäßig heißt übrigens fünf Portionen am Tag. Nicht im Monat! Man vertut sich leicht und vor allem fragen sich viele, wie man bei drei Mahlzeiten am Tag fünf Portionen essen soll. Tipps dazu gibt die Kampagnen-Seite der Initiative 5 am Tag, und da liest man dann, dass ein Apfel schon eine Portion ist. Das kriegt man dann doch schnell zusammen und um es euch noch viel, viel leichter zu machen, schummeln wir heute noch etwas Gemüse in einen Kuchen!

Zitronen-Spinat-Kuchen

Zutaten:

  • 200 g TK Spinat
  • 100 g weiße Kuvertüre
  • 350 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 2 Bio-Zitronen
  • 3 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 300 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250 g Puderzucker

Grün = Gesund
Den Spinat auf ein Sieb geben und dort auftauen lassen. Eine Gugelhupf-Form gut einfetten. Eine Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben. Saft auspressen. Kuvertüre in einem Wasserbad bei niedriger Temperatur langsam schmelzen.
Wenn der Spinat aufgetaut ist, ausdrücken und in einen Mixer bzw. einen Zerkleinerer geben. Öl ebenfalls dazu schütten und die Masse fein pürieren. Zitronensaft und -schale einrühren.
In einer Schüssel Eier, Zucker und Vanillin-Zucker mit dem Rührgerät verrühren. Mehl und Backpulver dazu geben, dann die Spinatmasse. Sehr gut vermischen. Zum Schluss die geschmolzene Kuvertüre in den Teig rühren. Diesen in die vorbereitete Form füllen.

Bei 150° (Umluft) bzw. 175° (Ober/Unterhitze) ca. 50 - 60 Minuten backen. Anschließend 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter zum Auskühlen stürzen.

Zweite Zitrone auspressen und mit dem Saft und dem Puderzucker einen Guss anrühren. Diesen auf dem abgekühlten Kuchen verteilen.
Danach könnt ihr dann wirklich ohne Anflug eines schlechten Gewissens reinhauen!




Samstag, 19. April 2014

Da ist eine Torte im Nest

Prachtstück!
 Meine innige, tiefe und aufrichtige Liebe zu Eierlikör habe ich ja schon mehrmals zum Ausdruck gebracht (siehe hier, hier und hier). Das Trutschen- und Tantchengetränk wird leider viel zu häufig unterschätzt. Schade ist das. Ich würde mir mehr Eierlikör-Besäufnisse wünschen, grade in Bars. Man könnte Shots aus diesen essbaren Schoko-Shot-Bechern verkaufen und spart sich hinter her die Spülerei. Zusätzlich hätten die Kinder auch was im Magen.
Aber ich schweife ab. Mit zunehmendem Alter wird einem das eigene Tantchen-Potenzial immer bewusster. Darum ist es auch nicht schlimm, Eierlikör-Schoko-Torten zu Geburtstagsfestivitäten anzuschleppen.
Das mit dem was im Magen haben ist nämlich in der Tat wirklich praktisch. Auch und vor allem bei ekstatischen Geburtstagsfeiern.

Schokotorte mit Eierlikör-Creme

Zutaten:

  • 150 g Zartbitter-Schokolade
  • 6 Eier
  • Salz
  • 280 g weiche Butter
  • 225 g Zucker
  • 180 g Mehl
  • 700 g Puderzucker
  • 4 EL Frischkäse
  • 230 ml Eierlikör

Die Schokolade in große Stücke brechen und in einem Wasserbad schmelzen. Eine Springform mit Backpapier auslegen und ordentlich einfetten. Die Eier trennen. Die Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz steif schlagen. Anschließend 75 g Zucker einrieseln lassen und noch einmal verrühren.
In einer großen Schüssel 150 g Butter, den restlichen Zucker und eine weitere Prise Salz verrühren. Dann die Eigelbe dazugeben und wieder gut verrühren. Jetzt die geschmolzene Schokolade einrühren.
Zum Schluss das steife Eiweiß dazu geben und wieder gut mischen.

Diesen Teig nun bei 170° (Ober/Unterhitze) bzw. 150° (Umluft) circa 40 Minuten backen.
Den Kuchen anschließend auskühlen lassen.

Für die Creme 130 g weiche Butter mit dem Puderzucker verrühren. Anschließend den Frischkäse direkt aus dem Kühlschrank dazugeben. Kräftig für eine Zeit schlagen. Dann den Eierlikör eingießen und ebenfalls gut schlagen, bis die Creme fluffig ist.

Innenansichten
Den Schokokuchen nun zwei mal längs durchschneiden, so dass drei etwa gleich dicke Böden entstehen. Den untersten auf die Kuchenplatte legen. Einen Teil der Creme nun gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Den zweiten Boden auflegen und gleichmäßig leicht andrücken. Einen Tortenring hilft dabei, dass die Teile nicht verrutschen. Auch hier Creme gleichmäßig auf dem Boden verteilen, anschließend den dritten Boden auflegen und gleichmäßig leicht andrücken. Tortenring entfernen und die Seiten mit der Creme gleichmäßig bedecken. Tortenring wieder auflegen und die Torte in Form drücken. Anschließend den obersten Boden mit dem Rest der Creme bedecken. Wer mag, kann mit einem Teelöffel kleine Wellen zupfen und mit Perlen oder Schokostreuseln verzieren. Das ganze nun mindestens eine Stunde kalt stellen.
Danach kann man dann zu einer gediegenen Kaffeetafel laden, die anschließend zu einem Gelage ausartet. Ihr habt in jedem Fall was im Magen!

Samstag, 5. April 2014

Und dazu ein Hühnchen!

Dazu dann doch besser kein Hühnchen.
Puh. Schon April! Wer mal meinen Instagram-Account besucht hat, wird wissen, dass ich trotz vermeintlich lange Pause doch noch gebacken habe - nur eben nicht gebloggt.Aber hier geht es jetzt weiter.

Zum Start in den Superfrühling passt da etwas erfrischendes. Thymian. Äh, was? Ja, ja, Thymian, dieses Kraut das hervorragend zu Hühnchen, Kartoffeln und Gemüsepfannen passt. Ist sie völlig durchgeknallt? Nein! Zum Glück nicht. Ich nehme natürlich nicht den üblichen Standard-Thymian für mein Küchlein, sondern den küchennutzbaren Zitronen-Thymian. Den gibt es beim Gemüse- und Obsthändler eures Vertrauens, einfach mal fragen.
Die Blätter sind übrigens klein, etwas rundlich und duften super lecker nach Zitrone.


Zitronen-Thymian Kuchen

Zutaten:
  • 1/2 Bund Zitronen-Thymian (essbar)
  • 3 Bio-Zitronen
  • 230 g Zucker
  • 190 g weiche Butter
  • 3 Eier
  • 25 ml Schmand
  • 190 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
Kräuterkuchen
Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Über einer kleinen Schüssel die Blätter des Zitronen-Thymians abmachen. Diese dann fein mit einem scharfen Messer hacken.
2 Zitronen heiß abwaschen und die Schale abreiben. In einer Schüssel 190 g Zucker und Butter verrühren. Eier dazugeben. Schmand einrühren. Dann die Zitronenschalen und 3 TL des gehackten Zitronen-Thymians. Gut verrühren, dann Mehl, Backpulver und Salz in die Schüssel geben und zu einem glatten Teig verarbeiten.
Diesen in die Form geben und bei

170° (Ober/Unterhitze) bzw. 160° (Umluft) für 45 Minuten backen.

In der Zwischenzeit bereiten wir außerdem einen leckeren Sirup vor. Dazu die letzte Zitrone ebenfalls heiß abwaschen und die Schale abreiben. Anschließend den Saft auspressen. In einer kleinen Pfanne 40 g Zucker, 40 ml Wasser, Zitronenschale und -saft sowie 2 TL gehackte Zitronen-Thymian Blätter vermischen und zum Kochen bringen.

Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, sofort den Sirup darüber verteilen. Anschließend auskühlen lassen und später bei einer leckeren Limo genießen!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Weihnachtskuller

Ein Teller Kuller.
Ja, ja. Diese Vorweihnachtszeit. Auch schon gestresst? Ist ja nun auch nicht mehr lang, nur noch zwei Tage bis zum Heiligen Abend. Das heißt, nur noch 1 1/2 Tage um Geschenke zu besorgen. Heute nochmal schnell welche online bestellen, in der Hoffnung, dass sie spätestens zum Fest pünktlich da sind.
Und dann das Marathon-Programm selber: Familie, Essen, Streit, zu viele Kalorien, das Hin- und Her-Gegurke zu den Verwandten, Geschenkeumtausch, Kommerzwahn…
Aber das richtige Mittel gegen Weihnachtskoller habe ich hier für euch bereitet:

Karamell-Kuller

Zutaten:

  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 1 Ei
  • 250 g Mehl
  • 1/2 gestr. TL Backpulver
  • ca. 15 Sahne-Kaubonbons oder Toffees
  • 100 g Erdnüsse in Honig oder alternativ Haselnusskrokant
  • etwas Milch

Legt ein Backblech mit Backpapier aus. Außerdem in greifbarer Nähe ein Stück Frischhaltefolie platzieren. Jetzt in einer Schüssel Butter, Zucker, Vanillin-Zucker und Ei mit einem Rührgerät verrühren. Dann Mehl und Backpulver dazu geben und so lange mit dem Rührgerät bearbeiten, bis nichts mehr geht. Mit gewaschenen Händen den Teig so lange kneten, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Diese zu einer Kugel formen, auf die Frischhaltefolie legen und für eine halbe Stunde im Kühlschrank parken.
Die Toffees (ich nehm immer Durchbeißer, mal so als Beispiel) jeweils mit einem gezackten Messer in 4 Teile schneiden.
Gemahlene Erdnüsse & Karamell
Wer wie ich faul ist, und das entsprechende Gerät hat, gibt die Erdnüsse in einen Zerkleinerer und zerteilt sie so ganz formidabel. Wer faul ist und keine entsprechenden Geräte sein Eigen nennt, der darf Haselnusskrokant nehmen. Wer gar nicht faul ist, der sollte die Erdnüsse per Hand hacken. Geht alles!

In jedem Fall solltet ihr jetzt den Backofen vorheizen:
160° (Umluft) bzw. 180° (Ober/Unterhitze)
Gebt etwas Milch in eine kleine Schale und stellt euch eure Erdnüsse oder das Krokant direkt daneben.
Den Teig aus dem Kühlschrank holen, jeweils etwa einen Teelöffel Teig abteilen, in der Hand zu einem flachen Taler drücken, Karamellstück rein legen, Teig drumherum schließen und das Plätzchen in der Hand rund rollen. Dieses dann einmal in die Milch tauchen und anschließend durch Erdnüsse bzw. Krokant wälzen.
Ab auf das Backblech damit und für ca. 15 Minuten backen.

Und anschließend dem Koller einfach davon kullern.


Sonntag, 1. Dezember 2013

Jetzt erstmal einen Kaffee

Schmeckt ok mit Tee.
Überraschung! Erster Advent! Wir haben die offizielle Crazy-Jahresendzeit erreicht und dürfen kollektiv ausflippen: Schokolade stopfen, Kekse backen, Geschenke shoppen, Glühwein saufen, sich den Hintern abfrieren.
Dazu noch Weihnachtsfeiern, Urlaubstage, Schneetage, Geschenkefrage.
Ich empfehle an dieser Stelle: Bitte einmal gaaaanz tief durchatmen. Es wird alles gut. Es ist nicht der erste Adventszeitraum. Es wird nicht der letzte sein. Wir durften uns seit September sukzessive an Spekulatius & Co. gewöhnen, die Städte sind jetzt endgültig totdekoriert, jetzt müssen wir das Pferd im übertragenen Sinne nur noch reiten.
Wem es alles zu viel wird: Erst mal einen Kaffee trinken essen.


Cappucino-Sterne

Zutaten:

  • 3 Eiweiß
  • 250 g Puderzucker
  • 1 Pck. Bourbon-Vanille-Zucker
  • 1 gestr. TL Zimt
  • 3 Tropfen Bittermandel-Aroma
  • 30 g ungesüßtes Cappucino-Instantpulver
  • 75 g Schokostreusel
  • 300 g gemahlene Mandeln mit Haut

Halb und halb.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen, ebenso die Arbeitsfläche. In einer Schüssel die Eiweiß steif schlagen. Wenn das Eiweiß wirklich steif ist, nach und nach den Puderzucker dazu geben. Von dieser Masse dann 3 gehäufte EL beiseite stellen. Das ist wichtig, sonst passt euer Verhältnis mit den anderen Zutaten nicht mehr.
In die Schüssel kommen jetzt Vanille-Zucker, Zimt, Bittermandel-Aroma und Cappucino-Pulver. Gut mit der Eiweiß-Zuckermasse vermischen. Anschließend nach und nach Schokostreusel und Mandeln dazu geben, bis alles total zusammenpappt und Rührgerät nicht mehr weiterhilft. Jetzt mit den Händen den Teig kneten. Den auf der Arbeitsfläche dick ausrollen und Sterne ausstechen. Diese auf das Backblech legen.
Den Backofen vorheizen auf:
120° (Umluft) bzw. 140° (Ober/Unterhitze)

Die Sterne mit Hilfe eines Pinsels mit der beiseite gestellten Eiweiß-Zuckermasse bestreichen. Anschließend für 15 bis 18 Minuten backen. Die Kekse sollten in der Mitte noch weich sein.

Schmeckt übrigens hervorragend zu Latte Macchiato!

Mittwoch, 6. November 2013

Somewhere over the Rainbow

Ohne Worte.
Zum Geburtstag sollte man in der Regel ein Feuerwerk abfackeln. Jetzt ist es aber so, dass man außerhalb von Silvester nur nach Genehmigung Feuerwerkskörper anzünden darf. Und außerdem ist das meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld.
Ich empfehle das lieber in gute Lebensmittelfarbe zu investieren, oder schöne Etageren oder so etwas.

Aber wieso Geburtstag? Nun, mein liebes Kuchenfrollein wird heute stolze drei Jahre alt! Aus einer Schnapsidee ist eine süße Rezeptsammlung geworden, die vielen Leuten viele Kalorien beschert und der ich vielleicht sogar zu einem nicht unerheblichen Teil meine Anstellung verdanke!

Durch die viele Arbeit ist das Bloggen an sich allerdings mühselig geworden. Ich schreibe viele Artikel im Vorfeld, weil ich häufig nicht dazu komme. Trotzdem hoffe ich, dass ihr auch weiterhin viel Inspiration, Freude und Lust aufs Backen bekommt.

Und darum gibt es hier jetzt ein backtechnisches Feuerwerk anzuzünden:

Rainbowcake/ Regenbogenkuchen

Zutaten (für eine 6-schichtige Torte mit 20 cm Durchmesser):
Sieht harmlos aus. Und schön!

  • 360 weiche Butter
  • 400 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillinzucker
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl
  • 4 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 250 ml Milch
  • 50 ml Sahne
  • 6 unterschiedliche Lebensmittelfarben*
  • 250 g weiße Kuvertüre
  • 800 g Puderzucker
  • 300 g Frischkäse

*= Ich bevorzuge Gelfarben, zum Beispiel von Tolle Torten. Eigentlich sind es Lila, Blau, Grün, Gelb, Orange, Rot, aber ich hatte kein Orange, also hab ich Türkis zwischen Blau und Grün reingeschoben. Macht, wie ihr meint!

Gleich vorne weg: Dieser Kuchen bedeutet Arbeit. Ich habe mir einen extra Tag zum Backen freigenommen und vom vielen Rühren Blasen an den Fingern bekommen. Es hilft ungemein, wenn ihr mehrere Backformen habt, aber es geht auch mit einer. Dauert halt nur!
Die Backform(en) mit Backpapier auslegen und einfetten.

In einer großer Schüssel (Profi-Tipp: Einmal die Schüssel wiegen und Gewicht aufschreiben) 160 g Butter mit dem Zucker, dem Vanillinzucker und den Eiern mit Hilfe eines Rührgeräts verrühren. Anschließend Mehl, Backpulver, Natron und Salz dazugeben. Gut verrühren. Jetzt Milch und Sahne in einem Messbecher kurz mischen und dann auch in den Teig mischen.
Backen ist Chemie!
Jetzt die Schüssel auf die Waage stellen, diese Zahl über das Gewicht der leeren Schüssel schreiben, abziehen und das Ergebnis ( = Gewicht des Teiges) durch 6 teilen.
Dieses Ergebnis dann jeweils auf 6 kleinere Schüsseln verteilen. So einfach teilt man Teig, meine Damen und Herren! Aber jetzt geht es ans Farben mischen. Dafür jeweils etwas Lebensmittelfarbe in je eine Schüssel geben und gut vermischen, damit die Farbe gleichmäßig aufgenommen wird und es keine Flecken im Teig gibt. Erst wenn auch das Farbergebnis vom rohen Teig einigermaßen knallt, wird auch der fertige Kuchen farbenprächtig. Also nicht schüchtern sein beim Nachmischen!
Jede Teigschicht wird einzeln gebacken, und zwar bei

160° (Umluft) bzw., 175° (Ober/Unterhitze) für je 20 bis 30 Minuten.

Ja, das dauert. Ich weiß. Anschließend müssen die Teigschichten auch noch abkühlen. Aber in der Zeit könnt ihr euch dann ganz formidabel um die blitzweiße Frostingschicht kümmern.
Dafür als erstes im Wasserbad die Kuvertüre schmelzen. In einer Schüssel parallel Puderzucker zusammen mit 200 g weicher Butter verrühren, bis alles krümelig ist. Dann kommt der Frischkäse dazu. Zunächst bei geringer Geschwindigkeit des Handrührgeräts vermischen, dann aufdrehen. Zum Schluss die geschmolzene Kuvertüre einrühren. Diese Masse auch nochmal für mindestens 30 Minuten kalt stellen.
Wie Jenga nur mit mehr Zucker!
Jetzt beginnt der Lego-Part: Die erste Schicht auf einer stabilen Unterlage ablegen und mit Frosting bestreichen. Mit den dunklen Farben (in diesem Fall Lila, Blau und Türkis) anfangen und jeweils immer einen Klecks Frosting in die Mitte, dann mit Hilfe eines Spatels gleichmäßig verteilen und glatt ziehen. Wem das schon zu rutschig wird, sollte den angefangenen Kuchen samt Frosting nochmal kalt stellen, damit da nichts abschmiert.
Dann die helleren Farben (in diesem Fall Grün, Gelb und Rot) auflegen. Die oberste Schicht ebenfalls großzügig mit Frosting bedecken. Für den Rand drum rum, könnt ihr euch gern auch mit einem Tortenring behelfen. Ansonsten empfehle ich zur Krümelreduktion zunächst eine dünne Schicht Frosting mit dem Spatel aufzutragen und danach eine zweite, dickere, die so möglichst weiß bleibt.

Dieser Kuchen braucht dann auch nicht mehr viel Deko - das lenkt nur von seinen inneren Werten ab!
Und wer mehr als ein kleines Stück von diesem Ding schafft, hat weder Angst vor Kalorien noch vor dem Teufel. Hut ab!
Uff.

Montag, 28. Oktober 2013

Hallo, Wien? Hier Pie!

Überhaupt nicht gruselig. Nur lecker!
Jaja, dieses importierte Gruselfest von den Angelsachsen da, das braucht ja auch kein Mensch. Aber wehe, man ist dann auf einmal in einem Bundesland, an dem man dann nicht auf diese "doofen" Parties mit Gummispinnen und rotem Wackelpudding gehen kann, weil weder der Reformationstag noch Allerheiligen ein Feiertag ist und das Wochenende auch nicht in der Nähe von diesem Halloween ist. Ja. Dann wird sich aber tüchtig beschwert und überhaupt.
Was kann man da machen? Sich ein drittes Auge malen und die Kollegen auf der Arbeit mit Zombie-Grunzgeräuschen nerven? Spaghetti essen und behaupten, das seien Würmer? Mit Verlaub, das wäre doch etwas armselig.
Alternativ besinnen wir uns doch vielleicht einfach auf einen Kürbis. Den man aushölen, im eine Batman-Maske verpassen und dann ein Teelicht reinstellen. Mit dem Inhalt allerdings, damit sollte man etwas noch besseres machen!

Pumpkin-Pie

Zutaten:
  • 260 g Mehl plus 1 EL
  • 1 1/2 Salz
  • 110 g weiche Butter
  • 50 - 80 ml Milch
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 1000 g)
  • 200 ml gezuckerte Kondensmilch
  • 1 Ei
  • 200 g Zucker
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 Messerspitze Muskatnuss
Fettet eine Tarte- oder Pie-Form ordentlich ein. Ein ausreichend großes Stück Frischhaltefolie neben der Arbeitsfläche deponieren. Für den Boden 260 g Mehl zusammen mit 1/2 TL Salz und Butter mit Hilfe der Knethaken (das sind die, die aussehen wie lange Korkenzieher) miteinander verrühren. Wenn alles gut vermischt ist, gebt 1 EL Wasser dazu und erstmal 30 ml Milch. Mit den Händen verkneten und schauen, ob der Teig klebt bzw. bindet. Dann vorsichtig bis zu 20 ml mehr Milch dazu geben, aber am Besten immer nur esslöffelweise. Grundsätzlich sollte die Konsistenz schon sehr mürbe sein. Den Teig zu einem Klumpen formen und auf die Frischhaltefolie legen. Einschlagen und für 1 Stunde in den Kühlschrank damit.
Den Kürbis aufschneiden und die Kerne entfernen. Das Kürbisfleisch in grobe Stücke schneiden und in einen Topf geben. Wer mag, kann die Schale dran lassen, aber wenn sie sich holzig anfühlt, besser draußen lassen. Jetzt 125 ml Wasser in den Topf geben und gemeinsam mit 1 EL der gezuckerten Kondensmilch mit dem Kürbis vermischen. Dann zum Kochen bringen und so lange köcheln lassen, bis das Kürbisfleisch weich ist.
Jetzt mit einem Pürierstab den Kürbis in ein Kürbispüree verwandeln. Kurz beiseite stellen zum Abkühlen.
In einer Schüssel Ei, gezuckterte Kondensmilch, Zucker, 1 EL Mehl, 1 TL Salt, Zimt und Muskatnuss gut verrühren. Dann das Prüee dazu geben.
Den Teig jetzt in der gefetteten Form auslegen und einen hohen Teigrand formen. Anschließend die Kürbismischung einfüllen und in den Ofen geben:

Bei 160° (Umluft) bzw. 170° (Ober/Unterhitze) für 30 bis 45 Minuten backen.

Gut abkühlen lassen. Und dann alle Leute mit einem außergewöhnlich guten Geschmackserlebnis erschrecken!




Montag, 2. September 2013

Erdbeeren machen Rum!

Das ist ja total unscharf! - Nein, Sie sind betrunken.
Mit Rum kann man interessante Sachen anstellen. Rumkugeln, oder einfach so in jede Form eines Kuchens kippen. Man kann damit natürlich auch exzellente Getränke mixen, die dann als Cocktail aus Verwaltungsfachangestellten wilde, hemmungslose Sexbomben machen. Cocktails sind eigentlich Teil einer gewissen, stilvollen Trinkkultur. Leider ist es dann aber immer noch häufig so, dass man ohne Ende Fruchtsirup und Zucker in ein Glas schüttet, um den zarten Geschmäckern junger Damen das bittere der handelsüblichen Spirituosen zu ersparen.
Während Daiquiries (die aus Brasilien stammen), früher von richtigen Kerlen (Ernest Hemingway, zum Beispiel) getrunken wurden, ist Daiquiri heute eher als zweite Silbe hinter irgendeiner Frucht auf Cocktailkarten in billigen Kaschemmen zu finden. Da ist zwar wenig stilvoll, aber immerhin als Erdbeer-Daiquri ziemlich inspirierend!

Erdbeer-Daiquiri-Kuchen

Zutaten:

  • 400 g Erdbeeren
  • 2 EL Rum
  • 160 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Pck. Vanillin-Zucker
  • 120 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 100 ml Milch

Erdbeeren in kleine Stücke schneiden. In einer Schüssel mit dem Rum und 30 g Zucker vermischen und 20 Minuten ziehen lassen.
Eine Kastenkuchenform mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. In einer Schüssel 130 g Zucker mit Eiern, Vanillin-Zucker und 120 g Butter gut mit Hilfe des Rührgeräts verrühren. Mehl und Backpulver dazu geben. Dann die Milch ebenfalls in den Teig geben und wieder gut verrühren.
Die Erdbeeren in einem Sieb gut abtropfen lassen und den Rum-Erdbeer-Saft auffangen. Erdbeeren mit einem Löffel in den Teig einrühren. Anschließend den Teig in die Form geben und backen:

Bei 160° (Umluft) bzw. 170° (Ober/Unterhitze) für 45 Minuten.

Anschließend den noch heißen Kuchen mit dem Rum-Erdbeer-Saft beträufeln. Abkühlen lassen, dann essen und sich dabei wie eine richtige Bestseller-Autor-Rampensau fühlen. Zumindest ein bisschen.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Kinder die was wollen, müssen leider selber ran

Carrot Cake. Mit Rose.
Und dann guckst du eines Tages so im Internet rum und dann siehst du da dieses Bild. Es zeigt ein saftiges Stück Kuchen, gekrönt mit einer ordentlichen Ladung Frosting, verziert mit einer kleinen Karotte aus Marzipan.
Und alles an was du in diesem Moment noch denken kannst, ist: Ich! Will! Das! Jetzt! Sofort! Auf! Der! Stelle! Essen! Uaaaaaaaaaah!!!!!!!
Leider zum Glück kann man nicht essen, was man im Internet sieht, man muss es in der Regel selber noch einmal zubereiten. Das hat unter den geneigten Lesern dieses Blogs schon zum ein oder anderen verzweifelten Zusammenbruch ("Kannst du mir das nicht schicken? So jetzt gleich? Oder Beamen? Geht das? Ja?! Bitte!!!! Biitttteeeeeeee uahahauuuuuiiii!!!!!!") geführt. Ich aber möchte euch sagen: Haltet ein! So schwer ist es nicht! Es ist sogar ganz leicht, sich selber einen ganzen kompletten, zweischichtigen (!) Carrot Cake zu machen. Ich weiß, ihr bekommt das hin. Und dann könnt ihr in komplett ganz allein aufessen, der ist euer. Aber denkt dran, vorher noch ein Foto zu machen!

Carrot Cake mit Mandeln

Zutaten (für eine 20 cm Springform und zwei Schichten) :

  • 300 g Karotten
  • Saft einer Zitrone
  • 230 g Butter (zimmerwarm)
  • 100 g Zucker
  • 50 g brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 300 g Mehl
  • 100 g gemahlene, nicht abgezogene Mandeln
  • 4 TL Backpulver
  • 100 g weiße Kuvertüre
  • 500 g Puderzucker
  • 3 EL Milch
  • 100 g Frischkäse

Wir beginnen damit, die Springform mit Backpapier auszulegen und den Rand einzufetten. Was man hat, hat man. Dann kommt auch schon der dollste Teil: Möhren reiben. Dazu Möhren schälen, und anschließend fein reiben.
Wenn ihr irgendwann damit fertig seid, presst ihr die Zitrone aus und vermengt die Karotten-Späne damit.
Es geht weiter mit dem Teig. 150 g Butter, mit Zucker und braunem Zucker in einer Schüssel verrühren. Eier dazu geben und sehr kräftig rühren. Dann Mehl, Mandeln und Backpulver ebenfalls in die Schüssel geben und kräftig verrühren. Zum Schluss die Möhren dazu geben und wieder kräftig vermischen.
Da ich einen Kuchen mit zwei Schichten haben will, teile ich den Teig an dieser Stelle in zwei Hälften und backe diese jeweils bei:

150° (Umluft) bzw. 175° (Ober/Unterhitze) für 30 bis 40 Minuten. Das gilt auch, falls ihr euch gegen zwei Schichten, aber für eine normal große Springform (26 - 28 cm Durchmesser) entscheidet.

Anschließend die Kuchenteile gut abkühlen lassen.
Stück für Stück zum Glück!
Während das geschieht, geht es an das Frosting. Dafür zunächst die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Puderzucker in einer Schüssel mit 80 g Butter vermengen, bis alles ganz krümelig ist. Milch dazu geben und anschließend kräftig schlagen. Dann Frischkäse mit in die Schüssel geben und alles wieder ordentlich schlagen. Nicht auf zu hoher Stufe allerdings, sonst gerinnt es. Wenn die Kuvertüre fertig geschmolzen ist, einen kurzen Moment abkühlen lassen und dann in das Frosting geben. Sehr gut verrühren und fertig ist das Frosting!

Dieses anschließend großzügig zunächst auf der unteren Schicht Kuchen verteilen, zweite Schicht auflegen und dann wieder Frosting verteilen*, alles schön glatt machen, verzieren und aufessen. Gern auch ganz allein!

*Bonus, für euch, weil ihr brav wart und euch bestimmt fragt, wie man einen Kuchen jetzt genau mit Frosting verziert!


Donnerstag, 29. November 2012

Erdnuss-Sterne

Viele leckere Sterne!!!
Mein Gott, ich liebe Erdnussbutter. Ich weiß nicht, wieso ich darauf nicht schon früher gekommen bin, aber Erdnussbutter ist einfach grandios. Am liebsten würde ich mich darin aalen. Ganz besonders toll finde ich Erdnussbutter aber vor allem in jedwedem Backwerk.
Und weil bald Weihnachten ist (ja, in weniger als vier Wochen, meine Lieben!), muss natürlich ein Plätzchen her, dass dieser Köstlichkeit entsprechend huldigt.
Und darum zählen wir jetzt die Sternlein, die am Erdnuss-Himmel stehen, mit folgender Kreation:

Erdnuss-Sterne

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 1/4 TL Backpulver
  • 125 g Margarine
  • 50 g brauner Zucker
  • 100 g cremiger Honig
  • 100 g crunchy Erdnussbutter
  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre

Der Rest vom Schokofest!
Bitte den Backofen vorheizen auf 180° für Ober/Unterhitze, bzw. 160° für Umluft. Außerdem sowohl eine Arbeitsfläche, als auch ein Backblech mit Backpapier auslegen. Dann ganz einfach Mehl, Backpulver, Margarine, braunen Zucker, Honig und Erdnussbutter in eine Schüssel geben und mit gewaschenen Händen zu einem Teig verkneten.
Diesen auf der Arbeitsfläche ausrollen, und Sterne ausstechen. Diese aufs Backpapier geben und bei:

180° für Ober/Unterhitze bzw. 160° für Umluft für 10 bis 12 Minuten backen.

Wenn die Kekse goldbraun sind, aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.
Währenddessen lasst ihr in einem Wasserbad die Kuvertüre schmelzen. Wenn das geschehen ist, könnt ihr sie mit Hilfe eines Löffels großflächig auf den Keksen verteilen. Idealerweise habt ihr dafür eure Arbeitsfläche mit Backpapier ausgekleidet und darauf die Kekse verteilt. Das minimiert die Sauerei maximal! Außerdem kann man die getrocknete Kuvertüre anschließend wunderbar vom Backpapier snacken...


Dienstag, 13. November 2012

Jeden Tag ein neuer Keks

Plätzchen-Zwangsstörung?
Langsam aber sicher geht es ja los Richtung Vorweihnachtszeit. Ja, ich weiß, ihr seid schon seit August genervt von den Lebkuchen im Supermarkt, aber jetzt ist es ja langsam auch kalt genug und dunkel sowieso schon, um ein wenig rein zu kommen. Sind ja auch nur noch 6 Wochen.
Grund genug, um auch für mich wieder voll in die Plätzchen-Party einzusteigen. Wie ihr vielleicht noch aus dem letzten Jahr wisst, bin ich ja eigentlich nicht so der größte Plätzchen-Freund. Mich nervt es, alles einzeln zu befummeln, es dauert unendlich und überhaupt. Ein paar helfende Hände wären nicht schlecht, aber auch wenn meine Mitbewohner ihr bestes geben - das meiste bleibt ja an einem selbst hängen.
Um so besser, wenn man dann richtig ausgestattet ist. Und so habe ich mich sehr gefreut, als ich neulich netterweise ein paar Tchibo-Produkte aus deren Adventskollektion erhalten habe, um sie zu testen.
Ein Glück, dass ich sie passenderweise gleich einem Härtetest unterziehen konnte!

Marzipan-Zitronen-Kekse

Zutaten:

  • 1 Bio-Zitrone
  • 250 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 100 g Marzipan-Rohmasse
  • 150 g Margarine
  • 1 Eigelb
  • 250 g Puderzucker
  • Lebensmittelfarbe
  • Zucker-Dekor

Sogar geeicht!
Als erstes reibt ihr die Schale von der Zitrone und presst den Saft aus. Beides beiseite stellen. Nehmt euch ein großes Stück Frischhalte-Folie und legt es euch an einen strategisch günstigen Platz. Dann geht es aber auch schon mit dem Teig los: Mehl, Zucker, Vanillin-Zucker, Marzipan, Margarine, Zitronenschale und Eigelb in eine Schüssel geben und mit gewaschenen Händen gut zu einem Teig verkneten.
Hier kommt das erste Tchibo-Stück zum Einsatz: Eine Edestahl-Rührschüssel. Jetzt bin ich zwar nicht am Rühren, aber am Kneten. Und das beste Feature an dem Teil ist eine Art Gummierung am Boden, so dass die Schüssel nicht über den Tisch rückt. Das ist genial, weil man jetzt nicht ständig mit einer Hand die Schüssel festhalten muss. Erstes Produkt gefällt schonmal sehr!
Der Teig kommt dann auf die Frischhaltefolie, wird eingeschlagen und dann 30 Minuten im Kühlschrank geparkt. In der Zeit legt ihr einen Bogen Anti-Haft-Backpapier auf eure Arbeitsplatte. Das ist nämlich weniger unhandlich als Mehl, hindert den Teig aber trotzdem gut am Kleben. Darüber hinaus heizt ihr jetzt auch schonmal den Backofen vor, auf:

175° (Ober/Unterhitze) bzw. 150° (Umluft)

Vorher
Auf dem Backpapier rollt ihr nach der Kühlschrank-Pause unseren Teigklumpen aus. Und jetzt käme ja der Teil, der mich beim Plätzchen machen mit am meisten stört: Ausstechen.
Ich habe eine Menge lustiger Ausstecher. Aber es ist trotzdem nervig. Tja, die Freunde von Tchibo haben sich das auch gedacht und daher einen Multi-Plätzchen-Ausstecher gebastelt. Einmal anlegen, und schon hat man 35 Plätzchen.
Das ist ziemlich cool und einfach (das Ding geht sogar in die Spülmaschine), aber die Formen sind ein wenig Geschmacksfrage. Vieles erkennt man nur, wenn man es weiß. Aber praktisch ist es alle mal. Auch wenn man trotzdem jedes Plätzchen einzeln auf dem Blech platzieren muss.

Egal, wenn ihr euch dann irgendwann durch den kompletten Teig gestochen habt, geht es ab in den Backofen, für

8 bis 11 Minuten.

Nachher
Großer Vorteil von Plätzchen: Sie kühlen ratz fatz aus. Darum kann man sich auch gleich an den nächsten Bearbeitungsschritt machen: Verzierung.
Ich bin ja leider ein kleiner Grobmotoriker, was das angeht. Darum klatsche ich meistens wie wild bunten Zuckerguss und jede Menge Perlen drauf, in der Hoffnung, dass alle von den Farben geblendet sind und keiner merkt, wie scheußlich es zuweilen zugeht.
Dem Geschmack tut es zum Glück keinen Abbruch. Nehmt euch also den Puderzucker, mischt ihn mit dem Zitronensaft und tobt euch aus.
Natürlich habe ich auch für diesen Schritt noch eine kleine Geheimwaffe im Schrank: Dekorierflaschen von Tchibo. Die versprechen gelingsichere Dekorierungen für Buttercreme und Zuckerguss und kommen in angenehmer Silikongriffikeit daher. So weit, so fancy. Aber leider war meine Zuckergussmischung ein wenig zu laff für einen stabilen Halt, und das Farbenmischen in der Flasche hat auch nicht so gut funktioniert, denn dafür ist sie nicht so gedacht. Trotzdem glaube ich, dass man damit eine tolle Zuckerschrift hinbekommt, wenn man mit einer vernünftigen Guss-Basis arbeitet.
So aber musste ich nach einigen gruseligen Versuchen aufgeben. Nicht aber, ohne mir geschworen zu haben, das zu einem späteren Zeitpunkt zu improvisieren.
Immerhin lassen sich die Dinger leicht reinigen.
Fertig für die große Schmiererei!

Wenn ihr dann alles bemalt und bestreuselt habt, gut trocknen lassen. Und dann, wohin damit? Richtig, in eine gut schließende Keksdose natürlich. Über die habe ich mich dann fast noch am meisten gefreut, denn geschmackvolle Dosen sind schwer zu kriegen. Jetzt aber kann ich die komplette Vorweihnachtszeit meine Mitmenschen mit Keksen versorgen. Perfekt!

Sonntag, 4. November 2012

Císte!

Bier zum Essen!
Bitte fragt mich nicht, wie man das ausspricht. Ich habe nämlich keine Ahnung. Das ist Irisch, hierzulande gerne generell als Gälisch bezeichnet, was nicht so wirklich richtig ist, weil das ja eigentlich auch das Schottisch-Gälische ist. Anyway, wer schonmal in Irland war, wird vielleicht mit mir übereinkommen, dass das geschriebene Irische mit dem Gesprochenen recht wenig gemein hat. Allerdings Císte das irische Wort für Kuchen und das wiederum passt zu diesem Rezept, in dem nämlich Guinness eine große Rolle spielt. Das irische Bier passt wegen seiner tollen dunklen Farbe, seiner karamelligen Note und der leicht herben Würze prima in einen Schokokuchen, der nicht nur wunderbar saftig wird, sondern vor allem nicht so süß ist. Damit einem das aber nicht fehlt, ist diese Variante mit einer Frischkäse-Creme überzogen, aber die kann man natürlich auch weglassen... Aber dann verpasst man was!

Guinness-Schoko-Kuchen

Zutaten:

  • 300 ml Guinness
  • 310 g Butter
  • 100 g dunkle Schokolade
  • 40 g Backkakao
  • 300 g Zucker
  • 2 Eier
  • 5 Tropfen Vanille-Aroma
  • 150 ml Buttermilch
  • 300 g Mehl
  • 2 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver
  • 450 g Puderzucker
  • 200 g Frischkäse

Gießt das Guinness in einen kleinen Topf, gebt 250 g Butter (den Rest nicht zurück in den Kühlschrank tun!) und die in Stücke gebrochene Schokolade dazu und lasst alles bei niedriger Temperatur langsam schmelzen. Währenddessen legt ihr eine Springform mit Backpapier aus und fettet den Rand ein.
Nicht nur für Iren ein Genuss!
Wenn die Guinness-Mischung fertig, also alles geschmolzen ist, gießt ihr sie in eine Schüssel, gebt den Backkakao und den Zucker dazu und verrührt alles ordentlich. Anschließend die Eier, das Vanille-Aroma und die Buttermilch ebenfalls dazugeben. Wieder gut verrühren, dann Mehl, Natron und Backpulver einrühren und so lange schlagen, bis alles sehr gleichmäßig vermischt ist. In die Form gießen und bei

175° (Ober/Unterhitze) bzw. 160° (Umluft) für 40 bis 50 Minuten backen.

Anschließend den Kuchen komplett auskühlen lassen, bevor ihr die Creme darauf macht. Für diese nehmt ihr die restlichen 60 g Butter und vermischt sie mit Hilfe eures Rührgeräts mit dem Puderzucker. Wenn alles ordentlich vermischt ist, Frischkäse dazu geben und cremig schlagen. Anschließend auf dem Kuchen verteilen und wer mag, kann das noch mit Kakao bestäuben.
Sláinte!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Jacken und Äpfel

Apple-Pie mit Cognac. Gute Kombi!
Kein Jäckchen wärmt so gut wie das Cognäckchen. Cognac ist in der Tat eine ziemlich schmackhafte Spirituose, allerdings sehr verkannt. Zumindest bei Leuten unter 50. Auch ich hatte mit der Welt der Weinbrände nur zu tun, weil mein Vater an besonderen Tagen über einem Glas seines Cognac-Favoriten hockte wie ein Zaubermeister über seinem Gebräu. Was VSOP bedeutet, wusste ich, weil ich ihm mal ein Fläschchen aus dem Duty Free mitbringen sollte.
Jedoch arbeite ich momentan unter anderem für den Cognac-Hersteller Rémy Martin und bin somit zwangsläufig mit dem exquisiten Getränk konfrontiert. Darum bekam ich von meiner Kollegin Lina eine Art Probe vom so genannten Cœur de Cognac, einer der drei Sorten die Rémy in Deutschland vertreibt, mit nach Hause. Und was macht ein Kuchenfrollein damit? Richtig. Ab in einen Kuchen damit. Und weil momentan ja Herbst ist und Herbst Apfelzeit ist und ich diese tolle Pie-Form habe, was hab ich dann also gebacken?

Apfel-Pie

Zutaten:

  • 1 Zitrone
  • 190 g kalte Butter
  • 300 g Mehl
  • 180 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1/2 Glas Eiswasser
  • 800 g Äpfel (ich hab Braeburn genommen)
  • 1 1/2 TL Zimt
  • 3 EL Cranberries
  • 2 EL Rosinen
  • 3 cl Cognac (z. B. der leckere von Rémy)

Pie mit Füllung noch ohne Deckel
Der Spaß beginnt mit dem Auspressen der Zitrone. In einer Schüssel versenkt ihr 180g Butter, das Mehl und 2 EL Zucker. Mit gewaschenen Händen durchkneten, dann Ei, die Hälfte des Zitronensafts und Eiswasser dazu geben. Wenn alles eine gut durchgeknetete Masse ist, den Teig in zwei Teile aufteilen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.
Jetzt müsst ihr erstmal die Äpfel schälen, dann entkernen und in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne die restlichen 170 g Zucker mit der anderen Hälfte Zitronensaft verrühren. Die Äpfel mit 1 EL Butter dazugeben und langsam erhitzen. Zimt, Cranberries und Rosinen dazu rühren. Zum Schluss den Cognac drüber gießen und eine viertel Stunde lang köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Jetzt könnt ihr eine Pie- oder eine Springform vorbereiten, indem ihr sie mit Backpapier auslegt. Dann die Teigklumpen aus dem Kühlschrank holen, und den einen in der Form auslegen. Achtet darauf, dass ihr den Teig an den Seiten schön hochzieht. Darauf kommt dann die Apfel-Füllung. Jetzt knetet ihr den zweiten Teigklumpen wie einen Pizzateig auseinander, so dass ihr ihn über die Füllung legen könnt. An den Seiten schön festdrücken, außerdem ein paar Mal länglich einschneiden, damit die Luft abziehen kann und dann in den Ofen damit:

Bei
170° (Umluft) bzw. 190° (Ober/Unterhitze) für 60 Minuten backen.

Anschließend abkühlen lassen und anschließend genüsslich daran laben, während draußen die Blätter fallen.
Übrigens: VSOP steht für Very Super Old Pale. Ha!

Dienstag, 11. September 2012

Pie oh Pie!

Pie. Mit Soße. Lecker, aber, nun ja, schmierig!
Als Freundin von Kalorienbomben im allgemeinen und im speziellen, musste sich mein Fokus zwangsläufig irgendwann auf die Herstellung eines Pies legen.
Pies, die in ihrer salzigen bzw. deftigen Darreichungsform der Pastete sehr nahe kommen, sind im englischen Sprachraum ein sehr beliebtes Dessert, die auch kulturell eine große Bedeutung haben (z. B. durch verschiedene Erwähnungen in der Literatur. Es gibt sogar einen Pie, der seine eigene Filmreihe hat. Hab ich gehört. Ein Mal, im Ferienlager.)

Vermutlich sind sie so beliebt, weil sie so variantenreich sind. Man kann sie blind vorbacken und anschließend mit Früchten oder Nüssen füllen, oder man backt die Früchte gleich ein, man kann ihn decken oder man kann ihn auch einfach gar nicht backen. Dies ist besonders praktisch, wenn der Backofen mal kaputt ist. Oder ihr viel Platz im Kühlschrank habt.
Und um es extra amerikanisch zu machen, ist der Pie auch noch mit Erdnussbutter in Verbindung zu setzen.

Erdnussbutter-Schoko-Pie

Zutaten:

  • 160 g Butter
  • 250 g glutenfreie Schoko-Chip-Cookies (z. B. von Glutano)
  • 3 EL Maismehl
  • 150 g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 500 ml Milch
  • 180 g Erdnussbutter crunchy
  • 80 g dunkle glutenfreie Schokolade (70% Kakaoanteil)
  • 200 ml Schlagsahne

Packt die Butter in einen kleinen Topf und lasst sie bei niedriger Temperatur schmelzen. Die Cookies in einen Gefrierbeutel tun und anschließend mit einem Glas bröselig prügeln. Nicht zuknoten, sonst könnt ihr die Küche saugen. Profis nehmen übrigens einen Zerkleinerer. Ich bin ja quasi Profi, nur zu faul um den Zerkleinerer hinterher wieder zu reinigen.
In einer Schüssel Keksbrösel und Butter vermischen, und dann die Masse in einer Pie- oder Tarteform mit hohem Rand festdrücken. Den hohen Rand braucht ihr für all das leckere Zeug, was da reinkommt.
Eine Stunde in den Kühlschrank damit.

Wo wir grad von Füllung sprachen: In einem großen Topf Zucker und Maismehl vermischen. Milch und Eigelb dazu geben und einrühren. Auf den Herd damit und unter gelegentlichem Rühren bei niedriger Temperatur zum Kochen bringen. Eindicken lassen.
Wenn ihr es dick genug findet, Erdnussbutter dazu rühren. Etwa ein Drittel dieser Masse in eine separate Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken, damit es keine Haut gibt und in den Kühlschrank damit. In die restliche Erdnussbutter-Mischung die in Stücke gebrochene dunkle Schokolade einrühren, bis diese geschmolzen ist. Dann die Form samt Teigboden aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig die Schokomasse darauf verteilen. Ebenfalls mit Frischhaltefolie abdecken, wegen der Haut, und in den Kühlschrank stellen.

Pie noch ohne Soße.
Jetzt habt ihr Zeit die Küche zu saugen, den Zerkleinerer zu putzen, euch die Nägel zu lackieren, die Wäsche zu bügeln oder sonst irgendwas zeitintensiveres. Denn erst wenn die schokofreie Erdnussbutter-Mischung kalt (und nicht leicht abgekühlt oder so) ist, kann es weiter gehen. Wenn man aber so wie ich unter Zeitdruck steht und nicht wartet, passiert es leider, dass die zweite Schicht zu flüssig ist, nicht fest wird und sich anschließend beim Transport komplett im Auto ergießt. Also übt euch in Geduld!

So, wir gehen davon aus das alles schön kalt ist und schnappen uns die Schlagsahne. Diese steif schlagen (wer mag darf Hilfsmittel wie Sahnesteif benutzen) und dann mit der Erdnussbutter-Mischung gut verrühren. Diese kommt schließlich als zweite Schicht auf die Schokofüllung drauf. Anschließend am Besten über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Dann gibt es auch keinen Pie mit Soße - wobei, dem Geschmack tat dies keinen Abbruch!

Dienstag, 24. Juli 2012

Kein Ei

Sieht komisch aus. Sind aber zwei Kekse!
Vegan! Uah! Habe ich mich bisher ja nicht so dran getraut. Schließlich sind Eier prima: Sie geben Farbe, Geschmack, Bindung und Saftigkeit. Allerdings reduziere ich in vielen Rezepten auch gern mal die Anzahl der Eier, weil ich glaube, dass ein Paket Eier pro Kuchen eigentlich nicht sein muss. Aber ganz ohne Ei? Schwierig.
Eine liebe Freundin von mir muss aber Gesundheitsbedingt gerade auf den Verzehr von Eiern verzichten. Was nun?
Das Ei muss weg!
Für das folgende Rezept waren vor allem mangelnde Bindung und Saftigkeit Grund für einen Ei-Einsatz. Darum brauchte ich einen Ei-Ersatz, der das liefert. Nach ein wenig Recherche fand ich die Nutzung von Wasser und Maisstärke als die für mich am praktikabelste. Generell solltet ihr, wenn ihr auf Eier verzichten wollt, genau wissen für was das Ei in eurem Rezept dient. So könnt ihr am besten entscheiden, wie ihr das Ei ersetzen könnt.

Das Ergebnis: Die Kekse sind leider nicht besonders saftig sondern eher recht knackig geworden, schmecken aber wirklich lecker. War also doch nicht so schlimm, ohne Ei.

Vegane Cranberry-Kekse

Zutaten (für 12 Kekse):

  • 80 g weiße vegane Schokolade (z. B. mit Sojamilch)
  • 135 g pflanzliche Margarine
  • 80 g Zucker
  • 80 g brauner Zucker
  • 100 g Maisstärke (z. B. feine Speisestärke)
  • 5 Tropfen Vanille-Aroma
  • 100 g Mehl
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1/2 TL Natron
  • 100 g getrocknete Cranberries

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die weiße Schokolade grob in Stücke hacken und beiseite stellen. In einer Schüssel die Margarine zusammen mit dem Zucker und dem braunen Zucker mithilfe des Rührgeräts verrühren. In einer separaten Schüssel 2 EL Maisstärke mit 3 EL Wasser vermischen und kurz quellen lassen. Dann das unter die Zuckermischung rühren. Die restliche Maisstärke mit dem Mehl, Zimt und Natron in den Teig geben und gut verrühren. Zum Schluss Cranberries und Schokolade dazugeben.
Jeweils sechs Teigkleckse auf je ein Backblech geben und bei

150° (Umluft) bzw. 170° (Ober/Unterhitze) 10 bis 15 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen halten sich die Kekse gut für längerer Zeit in einer verschlossenen Metalldose.

Samstag, 16. Juni 2012

Dolce Vita

Saftig. Mit Mango. Und Pistazien!
Trockene Kuchen sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Mindestens. Ja, natürlich, gegen einen guten Sandkuchen kann man wenig einwenden, aber wenn es im Munde staubt wie in der Sahelzone nach zehn Jahren ohne Regen, dann ist das nicht gut.
Kuchen, die man also nur mit Unmengen Kaffee, Tee oder einer Kanne Milch runterspülen kann, weil sie ansonsten den Gaumen auf unbestimmte Zeit verkleben, gehören verboten.
Aber was tun? Natürlich hilft für eine gewisse Schlonzigkeit eine verringerte Backzeit. Aber halbgare Kuchen bringen andere Gesundheitsgefährdungen mit sich und Kuchenmatsch macht nach der Vollendung des fünften Lebensjahres auch eigentlich nicht mehr so viel Spaß. Viel besser ist eigentlich, schon bei der Zutatenauswahl für eine gewisse Saftigkeit zu sorgen. Eine tolle Hilfe dafür sind neben allen Sorten Obst auch Milchprodukte: Quark, Frischkäse und Co. machen den Teig locker und verhindern Dürreperioden noch vor dem Backen.
Und weil saftige Kuchen einfach immer gut schmecken, kann man sich Dank des Ricottas und der Pistazien mit geschlossenen Augen auch bei Mistwetter bequem in den Süden träumen!

Fruchtiger Pistazien-Ricotta-Kuchen

Zutaten:

  • 50 g getrocknete Mango
  • 2 Zitronen
  • 100 g getrocknete Pistazienkerne (ungesalzen!)
  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 180 g Ricotta
  • 350 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 200 g Puderzucker

Die trockene Mango in kleine Stückchen schneiden. Dann eine Zitrone auspressen, die Mangostückchen in den Zitronensaft legen und 20 Minuten einwirken lassen. Währenddessen eine Rohrbodenform gut einfetten. Außerdem könnt ihr die Pistazienkerne zerhacken oder noch besser selber kurz mahlen. Wenn ihr ein Mahl-Gerät euer Eigen nennen könnt.
In einer Schüssel Butter, Zucker und Salz mit dem Rührgerät verrühren, dann die Eier dazu. Ricotta einrühren. Die Mango-Zitronen-Suppe sowie die Pistazien dazugeben, ebenfalls einrühren. Zum Schluss Mehl und Backpulver dazu geben, sehr gut mischen und ab in die Form.

Bei 150° (Umluft) bist 175° (Ober/Unterhitze) 50 bis 60 Minuten backen. Anschließend 15 Minuten ruhen lassen, bevor ihr ihn aus dem Ofen holen.
Wenn der Kuchen komplett abgekühlt ist, nehmt ihr euch die andere Zitrone, presst eine Hälfte aus und vermischt das mit dem Puderzucker. Damit den Kuchen glasieren, fest werden lassen und anschließend hungrigen und wegen der Junikälte durchgefrorenen Freunden servieren.

Dienstag, 22. Mai 2012

Von drauß' vom Walde

Schwarzwälder Kirsch Cupcake
Ich werfe zwei Wörter in den Raum: Torte. Deutschland. Bam, bam, BAM! Na?! Was fällt euch da ein? Na? Genau! Schwarzwälder Kirschtorte. Es ist DIE Torte in Deutschland. Und zurecht. Kirschen. Alkohol. Schokolade. Sahne. In rauen Mengen. Muss man dazu noch mehr sagen? Omas in trutschigen Cafés, Amerikaner auf Durchreise, Mutti und Vatti auf der Silberhochzeit, Anti-Diät-Tag, zum Tratsch mit der besten Freundin - in all diesen Situationen hat diese Torte ihren großen Auftritt.
Allerdings... eine Schwarzwälder Kirsch ist echt nicht leicht zu machen. Und dann ist es auch noch ein ganzer Haufen Torte, mit dem man ziemlich viele Leute satt kriegt. Sprich: Man gibt sich viel Mühe, und jeder will auch ein Stück, aber auf der Hälfte machen die meisten schlapp und schieben dann unmotiviert einen mit Schokoraspel besprengten Sahneberg auf ihrem Teller hin und her, bis sie sich zum Schluss die Belegkirsche reinschieben. Davon hat doch keiner was.

Und darum machen wir heute lieber keine kleine, aber genauso feine Variante...

Schwarzwälder Kirsch Cupcakes

Zutaten (für 12 Stück):

  • 1 kleines Glas Schattenmorellen/Sauerkirschen
  • 170 g Butter
  • 150 g Zartbitter-Schokolade
  • 200 g Zucker
  • 70 ml original Schwarzwälder Kirschwasser
  • 150 g Mehl
  • 1 EL Backkakao
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 150 ml Schlagsahne

Die Mischung machts
Wir beginnen mit dem Auslegen von Papierförmchen in einer Muffinform. Als nächsten Schritt wiegt ihr 110 g Kirschen ab und mischt sie mit 120 ml von dem Sirup, in dem sie eingelegt sind. Püriert sie mit Hilfe eines Pürierstabes, bis alles ganz fein ist. Jetzt Butter, 100 g Zartbitter-Schokolade, Zucker und 60 ml Kirschwasser mit dem Püree in einen Topf geben und auf niedriger Stufe erhitzen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Bitte nicht einatmen, davon wird man sofort betrunken!
Anschließend lasst ihr die Mischung eine Viertelstunde abkühlen, bevor ihr sie in einer Schüssel mit dem Mehl, Backkakao und dem Backpulver vermischt. Zum Schluss das Ei einrühren.

Bei 170° (Ober/Unterhitze) bzw. 150° (Umluft) für 20 bis 25 Minuten backen.

Während die Cupcakes backen und später, während sie abkühlen, kümmert ihr euch zunächst um die typischen Schokoflocken. Dazu die restlichen 50 g Zartbitter-Schokolade mit einem Gemüse-Schäler bearbeiten. Ergibt wirklich nette Flöckchen. Dann geht es an die Kirschsahne. Dazu Sahne aufschlagen und mit einem EL Kirschwasser vermischen. Diese dann auf die Cupcakes geben, mit jeweils einer der übrigen Schattenmorellen und den Schokoflocken garnieren. Fertig sind eure kleinen Klassiker!