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Montag, 2. September 2013

Erdbeeren machen Rum!

Das ist ja total unscharf! - Nein, Sie sind betrunken.
Mit Rum kann man interessante Sachen anstellen. Rumkugeln, oder einfach so in jede Form eines Kuchens kippen. Man kann damit natürlich auch exzellente Getränke mixen, die dann als Cocktail aus Verwaltungsfachangestellten wilde, hemmungslose Sexbomben machen. Cocktails sind eigentlich Teil einer gewissen, stilvollen Trinkkultur. Leider ist es dann aber immer noch häufig so, dass man ohne Ende Fruchtsirup und Zucker in ein Glas schüttet, um den zarten Geschmäckern junger Damen das bittere der handelsüblichen Spirituosen zu ersparen.
Während Daiquiries (die aus Brasilien stammen), früher von richtigen Kerlen (Ernest Hemingway, zum Beispiel) getrunken wurden, ist Daiquiri heute eher als zweite Silbe hinter irgendeiner Frucht auf Cocktailkarten in billigen Kaschemmen zu finden. Da ist zwar wenig stilvoll, aber immerhin als Erdbeer-Daiquri ziemlich inspirierend!

Erdbeer-Daiquiri-Kuchen

Zutaten:

  • 400 g Erdbeeren
  • 2 EL Rum
  • 160 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Pck. Vanillin-Zucker
  • 120 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 100 ml Milch

Erdbeeren in kleine Stücke schneiden. In einer Schüssel mit dem Rum und 30 g Zucker vermischen und 20 Minuten ziehen lassen.
Eine Kastenkuchenform mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. In einer Schüssel 130 g Zucker mit Eiern, Vanillin-Zucker und 120 g Butter gut mit Hilfe des Rührgeräts verrühren. Mehl und Backpulver dazu geben. Dann die Milch ebenfalls in den Teig geben und wieder gut verrühren.
Die Erdbeeren in einem Sieb gut abtropfen lassen und den Rum-Erdbeer-Saft auffangen. Erdbeeren mit einem Löffel in den Teig einrühren. Anschließend den Teig in die Form geben und backen:

Bei 160° (Umluft) bzw. 170° (Ober/Unterhitze) für 45 Minuten.

Anschließend den noch heißen Kuchen mit dem Rum-Erdbeer-Saft beträufeln. Abkühlen lassen, dann essen und sich dabei wie eine richtige Bestseller-Autor-Rampensau fühlen. Zumindest ein bisschen.

Montag, 10. Juni 2013

Ein Herz aus Beere

Strawberry Cheesecupcake
Mir ist neulich mal aufgefallen, dass ich so recht wenig mit Erdbeeren mache. Was komisch ist, schließlich sind Erdbeeren die Go-To-Beere in der deutschen Backszene. Erdbeerkuchen gibt es in jeder Bäckerei und in den Läden liegen ganze Magazinreihen, die Erdbeertorten präsentieren.
Erdbeeren sind also schwer angesagt.  Es gibt hier sogar einen Erdbeerkäse, der vermutlich nur ein besserer Furchtzwerg ist, aber trotzdem.
Erdbeeren mit Milchprodukt sind also ziemlich cool. Davon zeugt der Strawberry Cheesecake. Und den, den machen wir ein anderen mal, denn heute gibt es statt dessen:

Strawberry Cheesecupcakes

Zutaten für 13-15 Stück:

  • 200 g Erdbeeren
  • 120 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 140 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 150 g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 140 ml Milch
  • 450 g Puderzucker
  • 80 g Frischkäse
  • 5-6 Butterkekse

Eine Muffinbackform mit Papierförmchen auslegen. Von den Erdbeeren 5 bis 10 (je nach Größe) beiseite legen - die heben wir uns für das Frosting auf.
Cupcake im Querschnitt
Die restlichen Erdbeeren in ganz kleine Stücke schneiden und gleichmäßig auf die Papierförmchen aufteilen.
Für den Teig 60 g Butter mit den Eiern, dem Zucker und dem Vanillin-Zucker verrühren. Mehl und Backpulver dazu geben. Zum Schluss 130 ml Milch einrühren. Das war es dann auch schon, den Teig auf die Förmchen verteilen und bei

160° (Umluft) bzw. 175° (Ober/Unterhitze) für 15 bis 20 Minuten backen.

Während die Cupcakes abkühlen, bereitet ihr das Frosting vor. Die beiseite gelegten Erdbeeren mit einer Gabel zerdrücken oder gleich pürieren. In einer Schüssel 60 g Butter mit dem Puderzucker verrühren, bis die Butter komplett verteilt ist. 1 EL Milch dazugeben und weiter verrühren, bis alles ganz krümelig ist. Dann Frischkäse direkt aus dem Kühlschrank und das Erdbeerpüree einrühren. Ein paar Minuten lang das Frosting auf mittlerer Stufe fluffig schlagen. Auf den Cupcakes verteilen.
Zum Finish die Kekse fein bröslen (American Style Cheesecake wird ja immer mit Keksbröseln als Boden gemacht) und damit die Cupcakes dekorieren. Yeah!

Donnerstag, 31. März 2011

Frühling mit dem Fürsten

Es geht ja an niemandem spurlos vorbei, dieses Frühlingsding. Bevor ich aber semi-lustige Witze über die dazu passenden Gefühle, kurze Röcke und sprudelnde Hormone mache, beschäftige ich mich lieber mit Dingen, die ich kann.
Backen halt.
Aber eben weil das Wetter gut ist, kann man jetzt nicht mit Buttercreme und Hauptmahlzeit-Ersatz-Gebäckstücken kommen, schließlich ist die Panik vor dem nahenden Freibadbesuch eine reale Bedrohung des Selbstbewusstseins.
Freibad ist ein gutes Stichwort. Zu einem Abstecher ins kühle Nass gehören Pommes, Sonnencreme-Geruch und Eis einfach dazu. Besonders beliebt: Diese Sandwich-Schnitten, auch Fürst-Pückler-Schnitten genannt, bei der Vanille- auf Schoko- und Erdbeereis trifft, um von einer sehr schnell labberig werdenden Waffel notdürftig umhüllt zu werden.

Dieses Eis für Entscheidungsunfreudige kann man auch in Kuchenform transferieren. Der Name liegt nahe:

Fürst-Pückler-Kuchen


Zutaten:

  • 150 g tiefgefrorene Erdbeeren
  • 300 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 300 g Zucker
  • 6 Eier
  • 450 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 3 TL Backkakaopulver
  • 1/2 Fläschchen Butter-Vanille-Aroma
  • 175 g Puderzucker
  • evtl. fertiger Zitronensaft


In der Tat handelt es sich hierbei um einen mit drei Schichten marmorierten Kuchen und damit es auch wirklich drei werden, müssen als erstes 150 g Erdbeeren aufgetaut werden. Ihr könnt sie einfach zwei Stunden stehen lassen und gelegentlich umrühren, oder kurz in die Mikrowelle packen.
Egal wie, das Auftau-Wasser bitte in einem Schälchen auffangen, die Erdbeeren also abgießen.
Während des Auftauens die Backform, ich wählte eine Springform aber ein Gugelhupf würde es auch tun, gut einfetten.
Anschließend die Butter mit dem Vanillin-Zucker und dem Zucker verrühren und nach und nach die 6 Eier dazu kippen.
In die sämige Masse dann Mehl und Backpulver geben, erst schön vorsichtig mit dem ausgeschalteten Rührgerät einrühren, um es dann staubfrei zum fertigen Grundteig verarbeiten.
Wem der Teig noch zu pappig ist, der kann ein bis zwei Schlücke Milch noch dazu geben.
Dann ein erstes Drittel vom Teil abteilen und mit dem Backkakaopulver und einem kräftigen Schluck Milch in die Schokoschicht verwandeln, die als erstes in der Form landet. Gleichmäßig verteilen.

In der Mitte ist immer das Rosafarbene! Die aufgetauten Erdbeeren pürieren und mit einem weiteren Drittel des Teiges verrühren und als zweite Schicht in die Form schütten.
Zum Schluss den letzten Teil des Teiges mit dem Butter-Vanille-Aroma und einem ebenfalls kräftigen Schluck Milch vermischen, um so die letzte Schicht für den Kuchen zu bekommen.
Anschließend alles schön glatt ziehen.
Wer mag, der kann die einzelnen Schichten mit einer Gabel ganz leicht spiralförmig vermischen, damit am Ende eine Marmor-Maserung entsteht.

Backdauer und Temperatur:
Umluft: 45 Min. bei 170°
Ober-/Unterhitze: 1 Stunde bei 175°

Wenn der Kuchen fertig und abgekühlt ist, geht es an den künstlerischen Teil. Das Abtropfwasser der Erdbeeren mit dem Puderzucker vermischen. Ihr könnt da auch für den Geschmack einen Spritzer Zitronensaft zugeben.
Das dann auf den Kuchen pinseln, fest werden lassen und anschließend vollkommen waffelfrei den Frühling genießen!

Hier sieht man schön die drei Schichten:
Das Helle ist die Vanille, Rosa = Erdbeere und
der dunkle Teil ist die Schokolade